Auf Initiative von Sabine Hanke, Verantwortliche für den Schulgarten der Thaddäus-Rinderle-Schule (TRS), verbrachte die gesamte Klasse 1b der TRS einen Vormittag im Schlossgarten. Die Klasse wurde von ihren Lehrerinnen Verena Fischer und Constanze Seiler betreut.

Franz Wiesler und André Scheifele vom Förderverein Staufener Stadtgärten erzählten den Kindern von den früheren Bewohnern des Schlosses und von den Gartenarbeiten, die im Frühjahr anstehen. Dann machten sich die Kinder selbst an die Arbeit. Sie absolvierten zunächst einen Gartenscheren-Führerschein, befreiten eine historische Mauer von Efeubewuchs und befüllten eine Benjeshecke mit Zweigen. Dabei lernten Sie, dass diese Hecken aus aufgeschichteten Zweigen als Lebensraum für mancherlei Tiere wie Igel dienen und auch als Brutstätte von Singvögeln, wie dem Zaunkönig oder dem Rotkehlchen, genutzt werden. Schließlich jäteten die Kinder in einem großen Beet Unkraut, legten in Furchen Pflanzkartoffeln aus und formten über diesen einen Damm. Nach getaner Arbeit machten sich die Kinder mit ihren Lehrerinnen wieder auf den Weg zur TRS, viele von ihnen mit einem frisch gepflückten Blumenstrauß von der Schlossgartenwiese in der Hand.

Die Lehrerinnen und die Betreuer vom Förderverein Staufener Stadtgärten planen einen weiteren Vormittag im Schlossgarten vor den Sommerferien. Dann sollen die Kinder kennenlernen, was dort inzwischen alles wächst und unserer Ernährung dient. Und vielleicht sind bis dahin die selbst gepflanzten Kartoffeln schon reif und können geerntet, im Schlossgarten zu Pellkartoffeln verarbeitet und vor Ort verzehrt werden. 

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