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Johanneskapelle in Staufen

UNSER GARTEN IST GEÖFFNET

AM 24.05.2026 12:00 – 17:00 UHR

KAFFEE UND KUCHEN ☕ KLEINE SPEISEN 🥗 GETRÄNKE 🥂

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Blütenduft wandert durch die Frühlingsluft

Die Erzählerinnen Dorothea Klaer & Sandra Lass
erzählen in zwei der Staufener Stadtgärten Blumengeschichten & lüften Gartengeheimnisse

Samstag, 16. Mai 2026, 15h – ca. 16:30h

Treffpunkt am Weinbrunnen in Staufen
Für Menschen ab 6 Jahren, die gern Geschichten hören. Keine Anmeldung nötig. Eintritt frei, Spende erwünscht.

Herbst im Grabengarten

August und September sind die Monate der Obsternte. Der Grabengarten hat uns schon übers Jahr reich mit Früchten beschenkt. Im Juni waren es die Felsenbirne und die Kirschen, im Juli die Mirabellen, die zu hunderten vom Baum fielen, dann die Pfirsiche. Sie waren klein, reichlich, süß und saftig. Da hat es sogar zu ein paar Gläschen Marmelade gereicht. Leider konnte ein Ast die Früchte nicht mehr halten und brach an, er musste dann abgesägt werden.

Feigen waren so üppig vorhanden, dass keine Konkurrenz zwischen Mensch und Tier entstand. Menschen, Insekten und auch die Vögel waren gute Abnehmer der reifen Früchte. Die Vögel haben sich auch gerne an den dunklen Früchten des Holunders genährt. Sie hingen so hoch, dass sie für uns GärtnerInnen nicht zu erreichen waren. Verschiedene Sorten Äpfel, auch eine Hand voll später Himbeeren, waren zur Freude der Gärtnerinnen schließlich Ende September reif geworden. Die Muskateller Trauben hängen in Griffhöhe und schmecken unglaublich aromatisch. Die Beerenfrüchte, rote, schwarze und weiße Johannisbeeren und eine Stachelbeere sind „Neuzugänge“ in unserem Garten und sind noch ein bisschen zögerlich, haben aber alle im Sommer einige Früchte getragen.

So wie im Frühling die Fülle der Blüten zu bewundern ist, so ist im Spätsommer und Herbst die Fülle und Vielfalt der Früchte, die wir ernten dürfen, ein wunderbares Geschenk. Auf die Kakis warten wir noch, die sind erst ganz spät reif zum Ernten, wenn der Baum schon seine Blätter verloren hat. Dann hängen sie wie orangene Weihnachtsbaumkugeln und werfen Rätsel für die vorübergehenden Passanten auf. Kakis fangen erst an, in unseren Breiten bekannt zu werden.

Die Obstbäume werden von unserer „Expertin für Baumschnitt und Kompost“ im Winter geschnitten werden, damit wir auch im nächsten Jahr wieder auf viele Früchte hoffen können.
Nun lösen sich auch die Kastanien aus ihren stacheligen Fruchtbechern und fallen auf den Boden. So schön wie die Früchte sind, die Arbeit sie und das Laub aufzulesen, ist auch mühsam. Wir hoffen auf Mithilfe von den Kindern und Jugendlichen der Thaddäus-Rinderle-Schule. Eine solche Zusammenarbeit wäre auf vielen Ebenen gewinnbringend.

Die heißen Sommertage haben eine Algenblüte im kleinen Ententümpel ausgelöst. Selbst der reichliche anschließende Regen machte den Teich nicht mehr klar. Also ist es an der Zeit, zum Herbst und Winter hin, wieder neues Wasser einzufüllen. Den Enten scheint es nichts auszumachen, aber sie baden dann auch gerne wieder in frischem Wasser.

Die letzten wunderbaren Rosenblüten leuchten aus dem vielen Grün, die Astern beginnen den Garten mit ihren blau-lila Farben zu überziehen. Auch die Dahlien unter der Kaki und der Ginkgo tun ihr Bestes.

Einige der Sommerblüher sind nun schon in den Trockenzustand übergegangen, das syrische Brandkraut z.B. steht bereits als Pflanzenskelett an vielen Stellen in den Beeten. Es hat einen ganz eigenen Charme und erinnert daran, dass nun bald die Zeit des Rückzugs der Pflanzen gekommen ist. Die Irisblätter werden abgeschnitten. Der Schlangenknöterich blüht unverdrossen Woche um Woche. Sein dunkelrotes Leuchten unter dem Pfirsichbaum begleitet uns schon seit Mai. Und der Topinambur strahlt hellgelb als kleine Sonnenblume aus dem Hintergrund.

Mai und Juni im Grabengarten

Noch ist es nicht Sommer, aber die Rosen werfen schon die ersten Blütenblätter ab.
In Windeseile haben sich schon vor Sommerbeginn viele verschiedenen Knospen geöffnet, und eine Fülle von Farben über den Garten verstreut. In Baumeshöhe ist der Ginster aufgegangen, eine Ginsterart aus dem Mittelmeerraum, der sich ganz nach oben orientiert. Sein Gelb leuchtet hell vor dem blauen Himmel. 

Die Rosen sind dieses Jahr besonders früh in die Blüte gegangen. Unter anderem hat der fachfrauliche Schnitt im Frühjahr viele Knospen hervorgebracht. In all ihren Farben sind sie im Grabengarten zu finden, von weiß über rosa zu klassisch rot und gelb. Alte, klassische Rosensorten neben neuen Züchtungen.  Ganz besonders reizvoll ist ein Rosenbusch, der mehrfarbige Blüten hat, die im Lauf des Blühens wechseln. Erst leuchtet das orange-gelb und dann kommt ein Rosaton, der die Blüte weicher macht, bis sie schließlich das Leuchten verliert und ihre Blätter abwirft, eine schlichte Heckenrose. 

Eindeutig in der Farbe ist aber der Türkenmohn mit seinen großen roten Blüten, die aus den pelzigen Knospen hervorkommen. Er versperrt majestätisch den Weg und zwingt die Gärtnerinnen sich vorsichtig an ihm vorbei zu schlängeln.

In den vergangenen Wochen haben wir viel Zeit auf die Begrenzung des Giersch verwendet, und haben neue Pflänzchen gesetzt auf eine „kahle“ Stelle unter dem Kakibaum.  Da der Teich für die Enten auch gereinigt werden musste, nahmen wir das Wasser gleich als Dünger für die „Neuankömmlinge“. Einer der vielen Kreisläufe im naturnahen Garten. 

Wir mussten die Pflanzen, die sich die zarte Zaunrübe heimlich geholt hat, aus ihren Fängen befreien, und können Staunen, wie sich die alteingesessenen Pflanzen immer wieder neu miteinander arrangieren. Die Beete sind prall voll mit grün-buntem Leben, kein Stückchen Erde geht leer aus. Die Astern und der Topinambur haben sich schon in Stellung gebracht und beanspruchen ordentlich Platz. 

Die vielen Wege zwischen den Beeten werden immer wieder frei gemacht. Dann entsteht ein besonderer Charme in dem Gegensatz zwischen den überquellenden Beeten und den fein geharkten erdbraunen Wegen.

Die Freitagnachmittage waren gut besucht. Das Interesse an diesen besonderen Gärten, die man so gut von der Straße aus bewundern kann, reißt nicht ab. Ein Freitagnachmittag war dem kommenden Sommer in besonderer Weise gewidmet. Die Mitglieder des Vereins Staufener Stadtgärten waren eingeladen mit Sommergedichten, feinen Snacks und köstlichem Sprudel mit Zutaten aus dem Garten, den Sommer einzuläuten.

Blume des Monats Mai: Syrisches Brandkraut

Sehr prominent und beeindruckend steht an verschiedenen Stellen im Grabengarten das syrische Brandkraut, auch Russel Brandkraut genannt. Bis vor Kurzem war es in voller Blüte. Hoch und aufrecht. Seine Blüten sind in Etagen angeordnet wie ein kleiner Quirl rund um den Stängel. Das Brandkraut ist ein Lippenblütler und kommt in verschiedenen Arten auf der ganzen Welt vor, auch mit rötlicher Färbung und über 40 Unterarten. Es leistet in unserem Garten einen wertvollen Beitrag für die Ernährung der Insekten. Ein interessanter Artikel über diese Pflanze ist auf der Homepage des Fördervereins der Stadtgärten in Gütersloh zu finden. Es lohnt sich dort mal reinzuschauen (https://stadtpark-guetersloh.de/).

Für die, die es kürzer brauchen eine kleine Zusammenfassung:

Das Brandkraut hat seinen Namen von seinen dicken, safthaltigen Blättern, aus denen die Menschen seit der Antike Dochte für Öllampen herstellten.

Wildbestände dieser Art gibt es neben Syrien auch noch im angrenzenden Anatolien. Dem trockenen und warmen bis heißen Klima ihres Lebensraumes hat sie sich bestens angepasst: Stängel und Blätter sind mit einem wolligen Flaum überzogen. Die fein-flauschige Behaarung dient dem Verdunstungsschutz und isoliert die Blattoberfläche, ähnlich der dicken Styroporschicht einer Hauswand. Dank ihrer Fähigkeit, Flüssigkeit zu speichern, gedeihen Brandkräuter auch bei längeren Trockenperioden prächtig. Sie benötigen fast keine Pflege, dienen als Bienenweide, eignen sich als Schnittblume und sind, angesichts ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets nicht selbstverständlich, frosthart bis -20 Grad. Gerade im Winter sind sie ein echter Blickfang. Wie Designobjekte ragen dann die stabilen Blütenstängel mit den dann trockenen, braunen Samenständen empor. Besonders im Raureif oder mit kleinen Schneehauben auf den Fruchtquirlen ergeben sich wunderbare Fotomotive (Quelle: https://stadtpark-guetersloh.de/).

Der Grabengarten im Spätfrühling

Nach der frühlingshaften Blütenpracht hat der Garten erst mal Luft geholt und die kurze Blütenpause genutzt, um das Grün voranzutreiben. Wenn man in den letzten Wochen die wenigen Stufen in den Grabengarten hinab ging, dann wurde man umfangen von verschiedensten Grüntönen.

Es war eine fast körperlich spürbare Lebenskraft, die einem da entgegenkam.

Natürlich hat es in den Wochen auch geblüht, zunächst eher fein, die Hasenglöckchen und die Akelei mit ihren filigranen Blüten. Die ersten blauen Flockenblumen kämpften sich durch das Grün.

Maiglöckchen haben ihren Duft verströmt, gut versteckt unter ihren langen Blättern. Über allem thront der Kugellauch mit seinen entzückenden lila Kugelblüten.

Und die ersten Schwertlilien mit den beeindruckenden Blüten, die sich wie ein Dom über Staubfäden und Stempel stellen, haben sich geöffnet.

Es gab viel zu tun. Dem wilden Kraut wurde zu Leibe gerückt, um die angepflanzten Blumen zu fördern, der Rasen wurde gemäht, die Beetränder schön gemacht, Beerenbüsche gepflanzt und die Straße gefegt, so dass der Garten die Gäste am ersten offenen Freitagnachmittag in seiner gepflegten Pracht und in seiner wilden Kraft empfangen hat.

Jeden Freitagnachmittag ist nun der Garten für Gartenliebhaber, Erholungsbedürftige, und einfach neugierige Staufener Bürger*Innen und Tourist*Innen geöffnet. Ansprechpartner*Innen aus dem Verein stehen dann im Garten zur Verfügung, um Mensch und Pflanze zu betreuen.

Zu verdanken haben wir diesen kraftvollen Wuchs dem fruchtbaren Boden, der alle für das Pflanzenwachstum notwendigen Nährstoffe zur Verfügung stellt. Anfang Mai hat unsere Kompostexpertin neuen Kompost angesetzt. Dieser Haufen aus Grünschnitt, Zweigen und Erde, angereichert mit einem Bakterienpräparat, in besonderer Weise geschichtet, gegossen und gelüftet, wird in den nächsten drei Monaten eine Temperatur von bis zu 60 Grad entwickeln. Deutlich zusammengesunken und wieder abgekühlt wird aus allem dann ein dunkles, krümeliges Substrat geworden sein, das wieder in den Stoffkreislauf im Garten zurückgeführt werden kann, für neues Grün und neue Blüten.

Diesen Monat ist viel zu berichten, denn auch die erste Veranstaltung hat schon im Garten stattgefunden. Zwei Erzählerinnen haben ihren Geschichtenspaziergang durch Staufen am kleinen Ententümpel im Mittelgarten begonnen.

 

Frühlingsgarten

Der Frühling zeigt sich in seiner ganzen Pracht. Im Grabengarten sind die Primeln wie bunte Ostereier in allen Beeten zu finden, Tulpen leuchten aus dem verbliebenen Grün und Braun des vergangenen Jahres. Hyazinthen verbreiten ihren betörenden Duft. Jeden Tag kann man neue Blüten entdecken.
Der Pfirsichbaum zeigt sein tiefes Rosa neben der Mirabelle, die schon im weißen Hochzeitskleid prangt. Die Gärtnerinnen wagen sich das erste Mal ans Reinigen der Beete. Scharbockskraut und Gras, Giersch und Hahnenfuß müssen an manchen Stellen Platz machen. Z.B. für das neue Kräuterbeet, dass neben dem Gewächshaus entstehen darf. Es ist der sonnigste Platz im Grabengarten. Die südlichen Kräuter mit ihrem kräftigen Duft, Lavendel, Salbei, Thymian werden sich hier wohl fühlen. Sobald Regen kommt, werden sie gepflanzt.

Die Rosen sind geschnitten, dabei fällt dann auf, wie viele Rosenstöcke, tatsächlich im Garten verteilt sind. Im hinteren Teil des Gartens ist ein neues Beet angelegt für einige Beerensträucher. Der Buchs muss, sobald sich der erste Zünsler zeigt, behandelt werden.

Sorgen macht uns, dass es jetzt schon sehr trocken ist, und wir lediglich Regenwasser zum Gießen zur Verfügung haben. Mulchen und Gründüngung wird uns helfen den Boden nicht zu stark austrocknen zu lassen. Sorgen bereitet auch die Stille trotz der Blütenpracht. Nur wenig Insekten sind zu hören und das, was summt, sind hauptsächlich Honigbienen.

Am 12.4. haben wir die gemeinsame Gartensaison mit einem Treffen im Grabengarten eröffnet. Die Dauerbewohner des Gartens, unsere Enten schnatterten eifrig mit uns um die Wette.

Kinder ernten ihre eigenen Nahrungsmittel

Unter dem Motto „Vom Acker auf den Teller – woher kommen unsere Nahrungsmittel?“ verbrachten am 20. August 10 Kinder im Rahmen des Kinderferienprogramms der Stadt Staufen den Vormittag im Garten des Stadtschlosses. Dort führt der Förderverein Staufener Stadtgärten seit zwei Jahren ein Projekt durch, in dem eine Vielzahl alter und neuer Kulturpflanzen angebaut und deren Bedeutung für die Ernährung der Bevölkerung erläutert wird.

Unter Anleitung von Elisabeth und Franz Wiesler ordneten die teilnehmenden Kinder zunächst Pflanzenpräparate, wie verschiedene Getreidekörner, Sojasamen oder Kartoffelknollen, verschiedenen Nahrungsmitteln wie Roggen-, Weizen- und Dinkelbrot, Haferflocken, Sojajoghurt, Popcorn oder Kartoffelchips zu und suchten dann die entsprechenden Pflanzen, die in kleinen Parzellen auf dem Gartengelände angebaut werden. Höhepunkt war die Ernte der Kartoffelparzelle. Die Kinder waren mit so großer Begeisterung bei der Sache, dass die bereitgestellten Eimer sehr schnell gefüllt waren. Die geernteten Kartoffeln wurden gemeinsam gewaschen, gekocht und als Pellkartoffeln vor Ort zusammen mit Quark und Würstchen verzehrt. Die übriggebliebenen Kartoffeln durften die Kinder zur weiteren Verwendung mit nach Hause nehmen.

Das Projekt im Schlossgarten wird weitergeführt, bis im Oktober die letzten Kulturen reif sind und geerntete werden können. Zucker- und Runkelrüben sollen den Kindergärten und anderen Interessierten zum Basteln von Rübengeistern zur Verfügung gestellt werden. Wer Interesse an dem Projekt hat und mehr erfahren möchte, kann sich gerne an Franz Wiesler (franzwiesler@gmx.de) vom Förderverein Staufener Stadtgärten wenden.

Die Aufnahme des Schulgartens der TRS in den Förderverein Staufener Stadtgärten

Der Schulgarten der Thaddäus-Rinderle Grundschule wurde am 15. Juni mit einer kleinen Feier in den Förderverein Staufener Stadtgärten aufgenommen.
Der Schulgarten besteht seit etwa 1970 und wurde – nach mehreren unterschiedlichen Nutzungen – 2018 von OStR’in a.D. Sabine Hanke übernommen und wieder für die Kinder der Schule zugänglich gemacht. Das Anliegen von Frau Hanke ist es, den Schüler*innen Freude an der Natur zu vermitteln: wer die Natur liebt, wird sich für sie einsetzen, anstatt sie zu zerstören. Zusätzlich kocht Frau Hanke im Winter oder bei schlechtem Wetter mit den Kindern der Klassen 3 und 4 im Projekt ‚Vom Garten in die Küche‘ nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das Kollegium der Schule ist seit diesem Jahr zudem verstärkt in den Garten eingebunden und bearbeitet verschiedenste Themen des Sachkundeunterrichts (siehe Homepage der Schule).
Das Projekt von Frau Hanke ‚Vom Garten in die Küche‘ bekam 2019 in der Kategorie ‚Soziales‘ einen Preis beim Förderwettbewerb SpardaImpuls. Für den Garten und die pädagogische Idee bekamen Frau Hanke und ihr Team 2022 in Anerkennung einen der vier Klimaschutzpreise der Stadt Staufen.
Die Gärten des Vereins können – jetzt auch mit Einbindung des Schulgartens – Synergien nutzen, Wissen, Informationen und Arbeitskraft austauschen und gegenseitige Hilfe in Anspruch nehmen.
Der Garten wird auch nach Aufnahme in die Staufener Stadtgärten ein pädagogischer Garten bleiben, in dem die Schüler*innen erste Erfahrungen mit dem Gärtnern machen können. Durch Einbindung des Kollegiums werden Lehrplaninhalte praktisch vor Ort erfahren und erlebt. Sowohl die Schüler*innen, als auch deren Familien können sich mit Ideen und Tatkraft in allen Gärten einbringen.

Wir freuen uns auf eine langjährige, gewinnbringende und fröhliche Zusammenarbeit!

Frühling im Grabengarten

Vor dem nun zu Ende gehenden großen Regen hat sich der Grabengarten in der Frickstraße auch in diesem Frühling in einer überwältigenden, immer wieder wechselnden, Blütenpracht gezeigt. Während Primeln, Narzissen, Hyazinthen, Tulpen und Euphorbien anfangs das Bild bestimmten, folgten später Akelei, Sternmiere, Graslilie, Mondviolen sowie Habichtskraut und zuletzt, im Mai, Schwertlilien, Pfingstrosen, Salbei, Nelken und Rosen. Dieser Tage sind Rosen, Brandkraut und Ginster Farbtupfer im Grün des Gartens. Unsere engagierten Gärtnerinnen haben durch Baumschnitt, Rückschnitt der Stauden, Bodenbearbeitung, Ausbringen von Kompost, Entfernen von Wildpflanzen (vor allem Hahnenfuß, Giersch, Löwenzahn) und biologische Bekämpfung des Buchsbaumzünslers unermüdlich zum Erscheinungsbild des Gartens beigetragen.

In der abendlichen Sonne
Franz Kafka

In der abendlichen Sonne
sitzen wir gebeugten Rückens
auf den Bänken in dem Grünen.
Unsere Arme hängen nieder,
unsere Augen linzeln traurig.

Und die Menschen gehn in Kleidern
schwankend auf dem Kies spazieren
unter diesem großen Himmel,
der von Hügeln in der Ferne
sich zu fernen Hügeln breitet.

 

Winterliche Aktivitäten im Schlossgarten

Seit der Ernte der Zucker- und Runkelrüben Ende Oktober / Anfang November haben im Schlossgarten einige Aktivitäten stattgefunden. Die Wiesen und Gärten wurden gemäht, das Mähgut an einem Freitagnachmittag Ende November von einer kleinen Gruppe zusammengerecht und schließlich bei der Grünschnittsammelstelle abgeliefert.  Am gleichen Tag haben wir auch verbliebene Steine auf dem Gartengelände eingesammelt und die Steine insgesamt sortiert. Unser Vereinsmitglied André Scheifele hat nach der Gartenlaube dankenswerterweise auch die kleine Gartentür Richtung Lilienhof renoviert. Der Staketenzaun wurde von der mit der Mauerrenovierung betrauten Firma im Auftrag des Landes wieder aufgestellt.

Seit Oktober waren die Niederschläge in diesem Jahr überdurchschnittlich hoch, was dazu beigetragen hat, dass sich die Bodenwassergehalte und Grundwasserstände insgesamt erholen konnten. Wir haben unmittelbar nach Weihnachten ein kurzes Zeitfenster mit „trockenen“ Bedingungen genutzt, um im mittleren Teil des Schlossgartens die schon länger anstehende Grundbodenbearbeitung durchzuführen (s. Foto). Für 2024 ist wieder geplant, auf dieser Fläche ein größeres Spektrum alter und neuer Kulturpflanzen anzubauen. Dabei wollen wir auch versuchen, Ackerwildkräutern Platz zu geben, sich zu entwickeln. Im Vorstand haben wir vereinbart, dass links und rechts dieser Fläche je ein Streifen für andere Pflanzen freigehalten wird. Für beides, die zentrale Fläche mit den Kulturpflanzen / Ackerwildkräutern und die Randstreifen sind Vorschläge und Mitmachen sehr willkommen.

Auf dem Foto ist auch eine Absperrung entlang des Schlosses zu sehen. Diese wurde aus Sicherheitsgründen auf Betreiben der Liegenschaftsverwaltung des Landes erstellt, weil im November eines der Fenstergewänder im Obergeschoss des Schlosses herausgebrochen ist. Da auch die anderen Fenstergewänder Schäden aufweisen, darf der Bereich innerhalb der Absperrung nicht betreten werden.

Der Schlossgarten Anfang November 2023

Nach einem großen Sommer mit vielen Aktivitäten in unserem Verein hat nun der Herbst Einzug in die Gärten gehalten. Der Grabengarten hat sich im Oktober noch einmal in seiner ganzen Blütenpracht gezeigt. Im Schlossgarten wurden von Vereinsmitgliedern Renovierungsarbeiten an der Gartenlaube durchgeführt, die Flächen mit den verschiedenen Kulturpflanzen abgeerntet, so schon im August die Kartoffeln im Rahmen des Kinderferienprogramms der Stadt und im Oktober die Hirse und der Buchweizen von Vereinsmitgliedern, die ihre Küche durch diese bei uns nicht üblichen Pflanzenarten bereichern wollten. Zuletzt wurden die Zuckerrüben und die Runkelrüben aus dem Boden ausgegraben. Die Wurzelfrüchte wurden von Hanna und Moritz und vom Katholischen Kindergarten genutzt, um nach alter Tradition Rübengeister zu schnitzen. Die restlichen Rüben werden den Jägern für die Wildfütterung zu Verfügung gestellt. Jetzt ist alles abgeerntet und gemäht und der Boden kann für die Aussaat im nächsten Jahr vorbereitet werden.

Herbsttag

Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke)

Archiv

Herbst im Grabengarten

August und September sind die Monate der Obsternte. Der Grabengarten hat uns schon übers Jahr reich mit Früchten beschenkt. Im Juni waren es die Felsenbirne und die Kirschen, im Juli die Mirabellen, die zu hunderten vom Baum fielen, dann die Pfirsiche. Sie waren...

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Pflanze des Monats: der Ginkgo-Baum – ein lebendes Fossil

Zum Jahrtausendwechsel erklärte das deutsche „Kuratorium Baum des Jahres“ Ginkgo biloba zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends. Es ist schön den Ginkgo in unserem Garten als ein solches Zeichen zu sehen. Dieser Baum ist ursprünglich in China beheimatet, zu uns nach Deutschland kam er vor ca. 300 Jahren aus Japan. Der Frieden, der mit ihm assoziiert wird, hat Bezug zu dem Brauch ihn in der Nähe von Tempeln anzupflanzen. Er kann als Solitärbaum große Ausmaße erlangen und bis zu 40 Meter hoch werden.

Der Ginkgo wird auch als ein „lebendes Fossil“ bezeichnet. Die Gattung Ginkgo ist mit fossilen Funden seit dem frühen Jura präsent. Der Jura begann vor etwa 200 Millionen Jahren und endete vor etwa 145 Millionen Jahren. Ginkgo biloba ist damit vermutlich die älteste noch vorkommende Pflanzenart der Erde. Der Ginkgo ist mit einer großen Widerstandsfähigkeit und Ausdauer gesegnet, selbst gegen Pilze und Abgase ist er unempfindlich. Tierfraß gibt es kaum, die Blätter sind nicht attraktiv für Insekten. Er kann Temperaturen von bis zu minus 30 Grad aushalten und hat auch an den Boden keine spezifischen Anforderungen. Interessant ist auch, dass die Gattung Ginkgo nur aus einer einzigen Art besteht, eben dem Ginkgo biloba. Die Ginkgogewächse gehören systematisch weder zu den Laub- noch zu den Nadelbäumen. Ginkgo-Spezialextrakte sollen die Gedächtnisleistung verbessern und der Alzheimererkrankung entgegenwirken.

„Unser“ Ginkgobaum im Grabengarten ist schlank in die Höhe gewachsen und hat zwei Haupttriebe. Das ist ein typischer Wuchs. Seine langen Äste, die zum Teil fast waagerecht ausholen, beschatten das Dahlienbeet.

Der Ginkgobaum ist der einzige Baum in unserem Garten, über den wir uns freuen, dass er keine Früchte trägt. Er ist zweihäusig, d.h. um Früchte ausbilden zu können, braucht es einen männlichen und einen weiblichen Baum. Wer schon einmal in einer Straße mit weiblichen Ginkgos zur Reifezeit der Früchte entlang gegangen ist, der weiß um den unangenehmen Geruch, den seine Buttersäure enthaltenden Früchten ausströmen.

Besonders bekannt ist die typische Blattform des Ginkgo biloba. Sie hat schon Johann Wolfgang von Goethe zum Philosophieren über Ost und West angeregt. Offensichtlich stand auch in seinem Garten ein solch schöner Baum. Das Blatt ist in zwei Hälften aufgefächert (biloba heißt: geteilt, gespalten). Die Chinesen dachten beim Betrachten des Blattes an Entenfüße.

Auch dieses Jahr können wir uns im November wieder an dem goldenen Teppich erfreuen, den die innerhalb von zwei bis drei Tagen abgeworfenen Blätter des Ginkgos auf die die Erde zaubern werden. Dann reckt das Holz des Baumes sein charakteristisches Skelett gegen den Himmel, bis dieses im Frühjahr wieder neue Blätter hervorbringt.

Klimaschutzpreis 2023
der Stadt Staufen im Breisgau

Der 2021 gegründete Förderverein Staufener Stadtgärten hat sich u.a. der konzeptionellen Weiterentwicklung und der praktischen Pflege des Schlossgartens angenommen. Dort soll 2024 ein Projekt fortgeführt werden, das die Weitergabe von Wissen über unsere Ernährung und deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sowie den Umwelt- und Klimaschutz zum Ziel hat. Am Beispiel einer Vielzahl von Kulturpflanzen soll Interesse für eine Ernährungsweise geweckt werden, die gleichermaßen unserer Gesundheit als auch der des Planeten dient (Planetary Health Diet). Ergänzend engagiert sich der Förderverein an der Aufwertung des Schlossgartens zu einem öffentlichen Park, der einen wesentlichen Beitrag für die Anpassung an den Klimawandel in Staufen leisten kann. Der Schlossgarten kann so mittelfristig zu einem wichtigen Glied eines Grünen Bandes Staufen werden, das verschiedene Stadteile miteinander verbindet.

Für das Projekt „Der Schlossgarten als Baustein für die Vermittlung von Klimaschutzmaßnahmen im Ernährungsbereich und zur Anpassung an den Klimawandel in Staufen“ wurde dem Förderverein Staufener Stadtgärten im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 20. Dezember 2023 ein Anerkennungspreis verliehen.

Das Preisgeld in Höhe von 1000,- € soll 2024 u.a. für die Bezahlung von Hilfskräften und die Finanzierung eines öffentlichen Vortragsprogramms verendet werden, für das die folgenden Themen vorgesehen sind:

  • „Planetary Health Diet“ – wie unsere Ernährung zu unserer Gesundheit und der des Planeten beitragen kann.
  • Einfluss der Landnutzung auf den Artenschutz und die Artenvielfalt in unserer Landschaft.

Kontakt

Anschrift

Förderverein Staufener Stadtgärten e.V.
Bötzenstraße 36
79219 Staufen

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Förderverein Staufener Stadtgärten e.V.
c/o Jan Reuß
Im Tebishaas 1a
79219 Staufen

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IBAN: DE22 6809 2300 0000 1885 06

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